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Kind mit langen Haaren beim Zahnarzt.

Zahndurchbruchstörungenbei Kindern rechtzeitig erkennen

Ursachen, Diagnose und Behandlung

Der erste Zahnarztbesuch ist für viele Eltern ein wichtiger Meilenstein im Leben ihres Kindes – und der Zeitpunkt, an dem der Zahnarzt oft die ersten Hinweise auf mögliche Zahndurchbruchsstörungen erkennen kann. Der Zahndurchbruch, also das Erscheinen der Zähne durch das Zahnfleisch, verläuft bei jedem Kind etwas unterschiedlich. Dennoch gibt es typische Zeiträume, in denen die Zähne durchbrechen sollten. In diesem Beitrag erklären wir, wann der Zahndurchbruch normalerweise erfolgt, welche Abweichungen noch im Rahmen liegen, wann eine Zahndurchbruchstörung vorliegt, welche Ursachen sie haben kann und wie man sie behandelt.

Eine Zahnärztin untersucht die Milchzähne eines kleinen Jungen in der Zahnarztpraxis.
Eine Zahnärztin untersucht die Milchzähne eines kleinen Jungen in der Zahnarztpraxis.

Normaler Zahndurchbruch: Zeitfenster und Reihenfolge

Bei Kin­dern erfolgt der Zahn­durch­bruch in einem gut vor­her­seh­ba­ren Mus­ter, das in zwei Haupt­pha­sen unter­teilt ist:

  1. Milch­zäh­ne (Pri­mär­zäh­ne):
  • Die ers­ten Zäh­ne erschei­nen meist zwi­schen dem 6. und 10. Lebens­mo­nat, typi­scher­wei­se die mitt­le­ren unte­ren Schnei­de­zäh­ne.
  • Dar­auf fol­gen die mitt­le­ren obe­ren Schnei­de­zäh­ne, seit­li­chen Schnei­de­zäh­ne, ers­te Backen­zäh­ne, Eck­zäh­ne und schließ­lich die zwei­ten Backen­zäh­ne.
  • Der voll­stän­di­ge Milch­zahn­ge­biss umfasst 20 Zäh­ne, die nor­ma­ler­wei­se bis zum 2. bis 3. Lebens­jahr voll­stän­dig durch­ge­bro­chen sind.
  1. Blei­ben­de Zäh­ne (Sekun­där­zäh­ne)
  • Der Wech­sel von Milch­zäh­nen zu blei­ben­den Zäh­nen beginnt meist zwi­schen dem 6. und 7. Lebens­jahr.
  • Die mitt­le­ren unte­ren Schnei­de­zäh­ne und die ers­ten gro­ßen Backen­zäh­ne (Mola­ren) bre­chen zuerst durch.
  • Der Zahn­wech­sel dau­ert in der Regel bis zum 12. bis 13. Lebens­jahr, wobei die Weis­heits­zäh­ne oft erst im spä­ten Jugend­al­ter oder frü­hen Erwach­se­nen­al­ter erschei­nen.

Zeitlicher Spielraum

Es ist normal, dass der Zahndurchbruch etwas variiert. Ein Zeitraum von 6 Monaten bis zu einem Jahr vor oder nach dem Durchschnittsalter kann noch völlig unbedenklich sein. Deshalb sollten Eltern nicht sofort beunruhigt sein, wenn ein Zahn etwas früher oder später kommt.

Mädchen mit Zahnlücke in türkisem T-Shirt vor weißem Hintergrund.
Mädchen mit Zahnlücke in türkisem T-Shirt vor weißem Hintergrund.

Wann spricht man von einer Zahndurchbruchstörung?

Von einer Zahn­durch­bruch­stö­rung spricht man, wenn Zäh­ne deut­lich ver­spä­tet oder gar nicht durch­bre­chen. Typi­sche Kri­te­ri­en sind:

  • Ein Milch­zahn ist über 6 Mona­te spä­ter als bei Gleich­alt­ri­gen durch­ge­bro­chen.
  • Ein blei­ben­der Zahn fehlt deut­lich über dem übli­chen Zeit­raum hin­aus.
  • Die nor­ma­le Rei­hen­fol­ge des Durch­bruchs wird stark ver­än­dert.
  • Ein Zahn bleibt unter dem Zahn­fleisch ver­bor­gen (ret­i­niert) oder wächst fehl­ge­lei­tet.

Früh­zei­ti­ges Han­deln ist wich­tig, da eine Zahn­durch­bruch­stö­rung nicht nur ästhe­ti­sche, son­dern auch funk­tio­nel­le Pro­ble­me ver­ur­sa­chen kann.

Ursachen für Zahndurchbruchstörungen

Zahndurchbruchstörungen können unterschiedliche Gründe haben:

  • Fehlende Zahnanlagen (Agenesie): Manche Zähne werden gar nicht angelegt. Besonders häufig sind seitliche oberen Schneidezähne oder zweite Prämolaren.
  • Verzögerte Reifung: Bei einigen Kindern verzögert sich der Zahndurchbruch ohne erkennbare Ursache. Dies kann familiär bedingt sein.
  • Platzmangel oder Zahnfehlstellungen: Wenn der Kiefer zu klein ist oder Zähne falsch liegen, kann der Durchbruch behindert sein.
  • Verlagerungen oder Retentionen: Ein Zahn bleibt unter dem Zahnfleisch stecken (retiniert) oder wächst in die falsche Richtung.
  • Hormonelle oder systemische Ursachen: Schilddrüsenunterfunktion, Mangelernährung oder seltene genetische Syndrome können den Zahndurchbruch verzögern.
  • Trauma oder Infektionen: Verletzungen oder Infektionen im Zahn- oder Kieferbereich können den Durchbruch beeinträchtigen.
Hinweis zum Röntgen-Raum der Praxis Dr. Geiger.
Hinweis zum Röntgen-Raum der Praxis Dr. Geiger.

Diagnostik: Wann und wie schaut man nach

  1. Kli­ni­sche Unter­su­chung
  • Sicht­prü­fung von Zahn­fleisch, Durch­bruchs­stel­len und Zahn­po­si­ti­on.
  1. Rönt­gen­un­ter­su­chun­gen
  • Ein Pan­ora­ma-Rönt­gen­bild oder geziel­te intra­ora­le Auf­nah­men zei­gen, ob der Zahn ange­legt ist, wie er liegt und ob Platz­pro­ble­me vor­lie­gen.
  • So kann man fest­stel­len, ob ein Zahn ret­i­niert ist oder ver­la­gert wächst.
  1. Ver­gleich mit Alters­nor­men
  • Der Zahn­arzt nutzt Durch­bruchs­dia­gram­me, um zu beur­tei­len, ob der Zahn ver­spä­tet, aber noch inner­halb des nor­ma­len Rah­mens, ist.

Behandlungsmöglichkeiten bei Zahndurchbruchstörungen

Die Therapie hängt von der Ursache und dem Alter des Kindes ab:

  1. Abwarten bei leichter Verzögerung
    Wenn nur eine leichte Verzögerung vorliegt, wird oft regelmäßig kontrolliert, da die Zähne manchmal ohne Intervention nachkommen.
  1. Freilegung retinierter Zähne
    Bei einem unter dem Zahnfleisch steckenden Zahn kann eine kleine chirurgische Freilegung notwendig sein.
    Anschließend kann der Zahn durch kieferorthopädische Maßnahmen in die richtige Position gezogen werden.
  1. Kieferorthopädische Maßnahmen
    Bei Platzmangel oder Fehlstellungen hilft die Kieferorthopädie, um genügend Raum für die bleibenden Zähne zu schaffen und Fehlstellungen zu korrigieren.
  1. Zahnersatz bei fehlenden Zähnen
    Wenn ein Zahn angelegt fehlt (Agenesie), kann später ein Implantat, eine Brücke oder eine provisorische Lösung eingesetzt werden, um Funktion und Ästhetik zu sichern.
  1. Behandlung systemischer Ursachen
    Bei hormonellen oder ernährungsbedingten Verzögerungen wird zusätzlich die Grunderkrankung behandelt, z.  Schilddrüsenunterfunktion oder Vitaminmangel.
Eine Zahnärztin bei der Untersuchung der Zähne eines kleinen Mädchens das seinen Teddybär hält.
Eine Zahnärztin bei der Untersuchung der Zähne eines kleinen Mädchens das seinen Teddybär hält.

Fazit: Früh erkennen und handeln

Zahn­durch­bruchs­stö­run­gen sind bei Kin­dern rela­tiv häu­fig, doch je frü­her sie erkannt wer­den, des­to ein­fa­cher ist die Behand­lung. Eltern soll­ten den Durch­bruch ihrer Kin­der im Auge behal­ten, aber nicht bei jedem klei­nen Zeit­un­ter­schied in Panik gera­ten – ein zeit­li­cher Spiel­raum von bis zu einem Jahr ist oft nor­mal.

Ein Zahn­arzt­be­such ist beson­ders dann wich­tig, wenn:

  • Zäh­ne län­ger als 6 Mona­te ver­spä­tet erschei­nen.
  • Zäh­ne unter dem Zahn­fleisch ste­cken oder fehl­ge­lei­tet wach­sen.
  • Es Auf­fäl­lig­kei­ten in der Zahn­rei­he gibt.

Dank moder­ner Dia­gnos­tik und The­ra­pien wie Frei­le­gung, Kie­fer­or­tho­pä­die oder Zahn­ersatz kön­nen die meis­ten Zahn­durch­bruchs­stö­run­gen erfolg­reich behan­delt wer­den. Eine früh­zei­ti­ge Kon­trol­le schützt nicht nur die Zäh­ne, son­dern unter­stützt die gesun­de Ent­wick­lung des Kie­fers und trägt zu einem schö­nen, funk­tio­na­len Gebiss bei.

Eltern soll­ten sich daher nicht scheu­en, bei Unsi­cher­hei­ten den Zahn­arzt zu kon­sul­tie­ren – je frü­her, des­to bes­ser für die Zahn­ge­sund­heit ihres Kin­des.

BG verschwommen

Das sagen unsere Patienten

Egal von wel­chem Team­mit­glied der Pra­xis Dr. Gei­ger ich behan­delt wur­de, ich habe mich immer gut auf­ge­ho­ben gefühlt. Sehr kom­pe­ten­tes und freund­li­ches Team, das immer bemüht ist, noch bes­ser zu wer­den. Beson­ders gut fin­de ich, dass hier ver­sucht wird, die Ursa­che von Pro­ble­men zu fin­den und nicht nur Sym­pto­me, wie z.B. Zahn­schmer­zen, behan­delt wer­den. Ganz­heit­li­ches und moder­nes Ver­ständ­nis von (Zahn-)Medizin.

Sebastian Bayer

Klas­se Pra­xis­team, von der Anmel­dung bis zur Behand­lung ist man hier in guten Hän­den. Wenn man schon zum Zahn­arzt muss, dann soll­te es so sein wie hier.

Uli Seichter

Nach lan­ger Odys­see und stän­di­gen Schmer­zen im Ober­kie­fer habe ich zum Glück die Zahn­arzt­pra­xis Dr. Gei­ger gefun­den. Dr. Gei­ger hat es wie kein ande­rer Arzt ver­stan­den, mei­ne Pro­ble­ma­tik sofort zu erken­nen. Ich kann die­se Pra­xis zu 100% wei­ter­emp­feh­len.

Lisa Kroth
Die rechteckige Grafik zeigt eine schräg nach rechts gestellte Sanduhr mit L in einem Kreis rechts unten in der Grafik.

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